GBPH heißt nicht nur Genesungsbegleitung und Peerberatung Hamburg, sondern es steht auch dafür, wie wir Mitglieder dies mit Leben füllen.

Genesung, Begleitung, Partnerschaft, Hilfe

 

Dazu haben wir folgende Sätze entwickelt:

 

Genesung:  Wir entwickeln Angebote und stehen dafür, um Genesung und die eigenverantwortliche Krisenbewältigung zu fördern. 
Begleitung:  Wir entwickeln Angebote und stehen dafür, Genesungsbegleiter, Angehörige und Betroffene auf Grundlage unserer eigenen Krisenerfahrung zu begleiten. 
Partnerschaft:  Wir entwickeln Angebote und stehen für gleichberechtigte Begegnung. 
Hilfe:  Wir entwickeln Angebote und stehen dafür, Hilfe zur Selbsthilfe zu entwickeln, um in Kontakt und Vernetzung mit Genesungsbegleiter*innen, Peers, Arbeitgebern, Institutionen zu  kommen. 

Wir fördern Genesungsbegleiter*innen bei ihrer beruflichen Entwicklung und darin, ihren Platz als Kollegen in Einrichtungen des psychiatrischen Hilfesystems zu finden.

 

 

 

 

 

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Pressemitteilung zur Sendung TEAM WALLRAFF

Presseerklärung

Zur Sendung „Team Wallraff - Undercover in Psychiatrien und Jungendhilfe“

Der Verein Genesungsbegleitung und Peerberatung Hamburg (GBPH) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die Integration von Genesungsbegleiterinnen und Genesungsbegleitern (Peer-Beraterinnen und Peer-Beratern) im psychiatrischen Kontext fördert und sie in Ihrer Tätigkeit unterstützt. Außerdem möchte der Verein der Stigmatisierung von psychisch erkrankten Menschen entgegentreten. Genesungsbegleiter sind Experten aus Erfahrung, das heißt, sie haben selbst eine psychische Krise erlebt. Mit dieser Erfahrung können sie gut mit Menschen mitempfinden, die gerade eine psychisch belastende Situation erleben. Einsatzmöglichkeiten von Genesungsbegleitern sind alle Einrichtungen des psychiatrischen Hilfesystems wie Wiedereingliederungshilfe, Tageskliniken und psychiatrische Stationen in Kliniken.

Es muss sich was ändern!

Dieser Satz aus der o.g. Sendung fasst das zusammen, was nach Betrachten der teils verstörenden Bilder übrigbleibt. Die in dem Film „Team Wallraff - Undercover in Psychiatrien und Jugendhilfe“ aufgezeigten Zustände sind nicht nur untragbar, sondern besonders unmenschlich - ja sogar menschenverachtend.

Leider sind die in der Sendung aufgezeigten Situationen keine Einzelfälle. In den auf Wirtschaftlichkeit getrimmten Kliniken gehen Empathie und Mitmenschlichkeit aus Kostengründen, Zeitdruck und Personalmangel verloren. Personalmangel auch deshalb, weil es für Mitarbeiter, seien sie auch noch so engagiert, untragbare Zustände sind. Einige unserer Mitglieder haben solche und ähnliche Situationen während ihrer Klinikaufenthalte selbst erleben müssen. Und das sowohl vor zehn oder mehr Jahren als auch in jüngerer Vergangenheit.

Die in der Sendung gezeigten Maßnahmen zur Fixierung verurteilen wir aufs Schärfste!

Es ist an der Zeit, dass die Psychiatrie menschlicher wird. Empathie, Zuwendung und die Förderung der Patienteneigenen Recourcen sollten Teil der Behandlung von psycisch erkrankten Menschen werden.

Hierzu kann der Einsatz von Genesungsbegleitern beitragen. Auf Akutstationen können Genesungsbegleiter deeskalierend auf Patienten und Fachpersonal einwirken. Ihr Status als Brückenbauer wirkt verbindend und kann für Verständnis auf beiden werben.

Der Verein GBPH e.V. fordert daher den Flächendeckenden Einsatz von Genesungsbegleitern in psychiatrischen Einrichtungen, besonders in Kliniken für Psychiatrie.

 

Stellungnahme unseres Ehrenmitgliedes Dorothea Buck

 

Wir haben mit unserem Ehrenmitglied Dorothea Buck gesprochen. Sie hat ihr ganzes Leben für eine bedürfnisangepasste Psychiatrie gekämpft und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet.

Sie erhielt zwei Klassen des Bundesverdienstkreuzes: 1997 das Verdienstkreuz 1. Klasse, 2008 das Große Verdienstkreuz.[3] Im Februar 2017 verlieh ihr der Senat der Hansestadt Hamburg die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber.

Ihr liegt es bis heute sehr am Herzen, dass in der Psychiatrie mit den Menschen gesprochen wird und sie einen würdevollen und menschlichen Umgang erfahren, damit sie ihre Lebenskrisen ohne Schaden überwinden können.

Sie sagt: „Solange wir miteinander reden, bringen wir uns nicht um“

Ihr ist es zu verdanken, dass wir in Hamburg das trialogische Psychose-Seminar am UKE haben, wo sich die Menschen (Betroffene, Angehörige, Ärzte, Psychologen) regelmäßig austauschen und unterstützen. Auch an anderen Orten gibt es diverse trialogische Veranstaltungen, weil man gemerkt hat, dass diese den Menschen helfen und für mehr Verständnis sorgen.

Dorothea Buck unterstützt die aktiven Genesungsbegleiter mit Rat und ihren eigenen Erfahrungen und es ist ihr sehr wichtig, dass Genesungsbegleiter ein fester Bestandteil im psychiatrischen System werden und dafür auch eine wertschätzende Entlohnung erhalten.

Hamburg, den 21. März 2019

Der Vorstand

Spenden

Als kleiner regionaler Verein sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns tatkräftig, damit wir die Genesungs- und Angehörigenbegleitung weiter voran bringen können.

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